Mittel(chen) gegen Heuschnupfen

Die im Folgenden beschriebenen Mittel(chen) beziehen sich auf den außerschulmedizinischen Bereich der Hausmittel und der naturheilkundlichen Mittel (Hömöopathie, Phytopharmaka, ...). Es wird keinerlei Anspruch auf allgemeingültige Wirksamkeit erhoben. Sie sollten in erster Linie als Hilfe bei nicht allzu heftigen Beschwerden betrachtet werden. Da wo kein anderer Name genannt wird, liegen Erfahrungen des Verfassers (Dr. Wachter) zugrunde.

 

Alle Symptome

Generell wird empfohlen, seinem Pollentyp bzw. dessen Quelle (Bäume, Sträucher, Kräuter) in der kritischen Zeit auszuweichen (Allergenkarenz). Das kann zum einen bedeuten, dass man sich bei Pollenflugwetter (sonnig, warm, zumindest leichter Wind) zu Hause bei zumindest tagsüber geschlossenenen Fenstern verschanzt und auf den nächsten heftigen Regen wartet, um danach die Wohnung für wenige Stunden zu verlassen.

Sinnvoll ist es, das Schlafzimmer nur frühmorgens zu lüften und vor dem Zubettgehen die Haare zu waschen. Kleider, die man draußen benutzt hat, haben im Schlafzimmer nichts zu suchen.

Besser ist dran, wer es sich leisten kann, pollenarme Gegenden aufzusuchen, also z.B. Nord- und Ostseeinseln; unter den deutschen Inseln ist insbesondere Sylt im Bereich seines Küstenstreifens im Westen nachgewiesenermaßen ziemlich lange im Frühjahr nahezu pollenfrei und auch später im Jahr wenig pollenbelastet.

Auch das Hochgebirge (Alpen) kommt als Fluchtziel in Frage. Auch hier beginnt die Pollenflugsaison mit zunehmender Höhe später. Umgekehrt kann nach der Hauptgrasblüte im Tiefland (Juni, Juli) eine Wanderung im Gebirge durchaus zu neuen Problemen führen - wenn die Berggräser im Juli/August blühen.

Kontraproduktiv ist vor Beginn der heimischen Pollenflugsaison auch ein Aufenthalt in Gegenden mit frühem Start des Pollenflugs, also z.B. in Mittelmeerländern , auch wenn dort gerade im Frühjahr sich die Natur von der buntesten Seite zeigt. Mittelmeerurlauber sollten deshalb die zweite Jahreshälfte bevorzugen. Siehe Pollenflug in Europa außerhalb unserer Grenzen.

 

 Die besteVorbereitung auf die persönliche Leidenszeit als Pollinotiker ist und bleibt eine gesunde Lebensweise mit viel Bewegung in frischer Luft. Wer mit angeschlagenem Immunsystem in seine Pollenflugsaison eintritt, hat schlechte Karten!

Ich experimentierte in 2009 mit (nicht ganz billigen) naturbelassenen (nichtsynthetischen) Nahrungsergänzungmitteln (Double X von nutrilite) zur Vorbeugung gegen eine Pollenallergie. In 2010 war ich dann  erstmals auch auf Erlenpollen allergisch. Nun bin ich gespannt, ob ich auch wie in den Jahren davor auf Birkenpollen reagiere oder eben nicht mehr.

Herr Heise aus Delmenhorst hat in diesem Jahr (2008) weniger Probleme mit seiner Birkenpollenallergie. Er sieht einen möglichen kausalen Zusammenhang zur regelmäßigen Einnahme von Fischölkapseln (vom Discounter), die vom Arzt primär zur Senkung des Cholesterinspiegels empfohlen worden war. Eine frühere Behandlung mit Schwarzkümmelöl hatte nicht angeschlagen.

Nach Dr. Jörg Zittlau (in natur & kosmos 05/2008 , S. 64) können Pestwurzextrakte bei Pollenallergie hilfreich sein; sie wirken ähnlich wie Antihistaminika, nur mit weniger Nebenwirkungen.

Tipps aus einer ZDF- Morgenmagazin-Sendung:

- Brennnesseltee soll - eingenommen vor der Pollensaison- helfen. Der Grund ist, dass das Imunsystem 'geschult' wird nicht so heftig auf Pflanzeneiweiße zu reagieren.

- Zwiebelsaft während der Pollensaison eingenommen hilft, weil die Histaminproduktion gesenkt wird. Nur riecht man danach etwas seltsam.

Homöopathie: Heuschnupfenmittel der DHU; sollte vorbeugend schon Wochen vorher genommen werden. Meine Erfahrungen damit sind nicht eindeutig.

 

Duft-Qigong: eine aus China stammende Heilmethode, die besonders gut gegenHeuschnupfen wirken soll. Hat nichts mit Duft(ölen) zu tun sondern arbeitet mit einfachen Armbewegungen. Dazu mehr . Kurse auch im Raum München (Ebersberg).

 

Augenjucken

- Auswaschen mit kaltem Wasser

- Einschmieren - insbesondere der inneren Augenwinkel - mit einer Fettcreme (z.B. Nivea)

- Kauen von Entdeckelungswachs. Beim Imker vor Ort (nach Absprache) erhältlich. Es reicht ein gehäufter Teelöffel voll. Entweder man verkaut das Wachs und verschluckt es nach und nach oder man spuckt es nach 5 - 10 Minuten aus. Danach ist man innerhalb weniger Minuten und für  den Rest des Tages beschwerdefrei. Ich spreche aus Erfahrung!

Nasenschleimhäute, geschwollen

Ich habe es mir zu Angewohnheit gemacht,  abends die Nase mit einer lauwarmen Lösung aus Bad Emser Salz zu spülen. Dazu tauche ich die Nase in ein kleines Schälchen mit der Lösung und ziehe die Lösung  durch jeweils ein Nasenloch einatmend auf - möglichst lange (ca.10 Sekunden).

Nach Dr. Jörg Zittlau (in natur & kosmos 05/2008 , S. 64) empfiehlt sic h eine Nasenspülung mit Ackerschachtelhalm (Kraut aus der Apotheke). Dazu einen halben Teelöffel des Krauts in drei Viertel  (Liter ?) Wasser kurz aufkochen und nach etwa 5 Minuten abseihen.

 

Niesreiz

Nach Dr. Jörg Zittlau (in natur & kosmos 05/2008 , S. 64) empfielt die Homöopathie Allium cepa D6. Dreimal täglich drei Kügelchen (Globuli).