- Ich
bin selbst Pollenallergiker (Gräser,
Birke). Im Rahmen meiner Promotion über den ´Gehalt der Luft über
mitteleuropäischen Messstellen an Pollen
von Artemisia, Plantago und Rumex´
in den Jahren 1976-78 untersuchte ich das Blühverhalten dieser
allergologisch bedeutsamen ´Unkräuter´ ( Beifuß, Wegerich und Ampfer) und musste
dabei notgedrungen die Inhalation von größeren Pollenmengen (insbesondere
des stark allergenen Beifußes) in Kauf nehmen.
Bereits im Jahr darauf war ich Mitglied der Leidensgemeinschaft der
Pollenallergiker.
- Die Arbeit am Mikroskop bedeutet neben der praktischen Beschäftigung mit Landwirtschaft und
der Beobachtung der Pflanzenentwicklung (Phänologie) eine willkommene
Abwechslung zu meinem Lehrberuf (Biologie und Chemie am Gymnasium). Und
schließlich: mit jedem weiteren Messjahr wächst die Datenbasis und damit
potentiell auch die Qualität der Pollenflugvorhersage.
Messstellen-Status
2010
Neben meinen zeitweise
drei
privaten Messstellen in Weser-Ems
(s. Messstellen in Weser-Ems) werte ich (nun
schon im 24. Jahr) aktuell auch wieder die
Luftstaubproben der alpinen Messstelle Oberjoch (Oberallgäu) aus.
2007 neu hinzukommen ist eine von der Firma Allergopharma in Reinbek bei Hamburg eröffnete
Messstelle. Auch deren Luftstaubproben werte ich aus.
Auch Ergebnisse sieben
weiterer Messstellen aus dem nord- und
ostdeutschen Raum (Westerland auf Sylt, Hannover, Magdeburg, Prerow, Dresden,
Berlin Steglitz und Berlin Prenzlauer Allee) und der beiden einzigen Messstellen in den Niederlanden (Leiden
und Helmond) werden
wie in 2009 in
meine Pollenflugreporte integriert.
Über eine europäische Datenbank
(EAN) habe ich nach wie vor Zugang zu den aktuellen, aber auch älteren
Messwerten vieler anderer
Messstellen im In- und (europäischen) Ausland.
Der Umfang
meiner Auswertungen und Infos
- Meine
Analysen decken das gesamte Pollenspektrum der Luft ab und außerdem zwei allergologisch wichtige Sporentypen
(Alternaria und Cladosporium). Die
zeitaufwendige Erfassung möglichst vieler Pollentypen ist auch
unter allergologischen Aspekten sinnvoll: Denn so mancher weniger
wichtig erscheinender Pollentyp schlägt in dieselbe Kerbe wie
der "große Bruder" .Zum Beispiel können die
Pollen von Esche, Pappel
und Hainbuche das Beschwerdebild von Birkenpollinotikern verstärken. . Mein
Pollen- (und Sporen-)flugreport für Weser-Ems schließt auch grafisch gestützte Rückblicke auf die Entwicklung des aktuellen
Pollen- und Sporenflugs ein und dies vor dem Hintergrund langjähriger Messreihen; im Fall von Delmenhorst
sind dies mittlerweile 28 Jahre!
- Im
Vorhersagetext für
Weser-Ems wird nicht nur die
Situation der nächsten Tage beleuchtet, sondern auch die Entwicklung in den
nächsten ein bis zwei Wochen, wenn große
Änderungen im Pollenspektrum der Luft anstehen.
- Der
Allergiker wird auch über die Allergenität ´seiner´ Pollentypen und bei Bedarf
über aktuelle Gegenmaßnahmen
(Vermeidungsstrategien, Reiseempfehlungen, Hausmittel)
informiert.