- Es begann 1970, als ich in München das
Lehramtsstudium für Biologie und Chemie aufnahm. Als studentische Hilfskraft wertete ich im
Institut für Botanik der TU, Abteilung Aerobiologie (Leitung: Dr. Erika Stix) am Mikroskop Luftstaubproben von den 11 Messstellen des ersten bundesdeutschen
Messtellennetzes zur Erfassung des Pollen- und Sporengehalts der Luft aus – von
Davos (Schweiz) bis Helgoland. Das Projekt wurde damals von der Deutschen
Forschungsgemeinschaft (DFG) finanziert und später vom Umweltbundesamt
übernommen und abgeschlossen. Die Basisdaten aus diesem Projekt sind nach
Auskunft des UBA leider nicht mehr verfügbar - ein herber Verlust
für die Aeropalynologie Deutschlands.
-
Meine Staatsexamensarbeit über den ´Pollen- und
Sporenflug bei Westerland (Sylt)´ und meine Promotion (s.linke
Spalte) waren ebenfalls
dem Pollen- (und Sporen-)flug gewidmet.
- Als
das DFG-Projekt abgeschlossen war, begann ich - neben der Betreuung von
Messstellen an diversen Kliniken - eigene
Messstellen einzurichten, die ersten beiden in Bayern bei
München (1979 und 1981); eine davon wurde 13 Jahre betrieben. Nach meinem Umzug nach Niedersachsen richtete ich
1981 eine Messstelle in Delmenhorst auf dem Dach des Gymnasiums an der
Willmsstraße ein; 1994 kam dann noch eine nur 8 km davon entfernte
Vergleichs-Messstelle auf dem Lande (Gemeinde Ganderkesee) dazu, was
einen Stadt-Land-Vergleich möglich machte. Jede Messstelle verfügt über eine
eigene Wetterstation. Im
Frühjahr 2007 kam noch eine weitere Messtelle (Lemwerder) hinzu,
die 12 bzw. 13 km von den beiden anderen Messstellen entfernt ist. Sie
wird von einer Pharmaziestudentin betreut. Die Messung des
Pollen- und Sporengehalts der Luft an benachbarten
Messstellen ist
- abgesehen vom Berliner Raum- meines Wissens einmalig in Deutschland; nur
so lässt
sich abklären, wie repräsentativ die einzelnen Messstellen bezüglich
der einzelnen Pollentypen sind, wie stark also nahe gelegene Pollenquellen das Fangergebnis der
Pollenfalle beeinflussen.