So war das Wetter über Weser-Ems (Messstelle Ganderkesee)

aktueller Pollen- und Sporenflug über  Weser-Ems

( insbesondere Delmenhorst und umzu )

aktualisiert am Mittwoch, den 10. März 2010,  um 22:30 Uhr

 

Der gegen Ende Februar aufflackernde Pollenflug von Hasel und Erle hat sich im März bislang sehr zurückgehalten. Die Ansprüche an die Temperatur blieben bislang unbefriedigt. Erst wenn die Nachtfröste weichen, werden die Kätzchenträger zum Angriff blasen. Munition ist noch reichlich vorhanden!

Ob die Hasel in dieser Saison so stark stäubt wie in 2009, ist fraglich. Denn auf ein "starkes" Jahr folgt häufig ein "schwaches". Auch der eher bescheidene Kätzchen-Behang bei vielen Haselsträuchern deutet darauf hin. Doch unter günstigen  meteorologischen Bedingungen ließe sich auch ein mäßiges Potential an Pollenvorräten voll ausschöpfen - zum Leidwesen der Haselpollenallergiker

 

 

Prognose  für die  regenfreien Abschnitte 

                       der nächsten    d r e i   Tage

 mittlere Belastung

                 P o l l e n

     S p o r e n

 stark

 

 

 mäßig

 

 

 schwach

  Hasel (Stadt)(+), Erle (+),

Cladosporium, Alternaria

 

Erläuterung der Tendenzen

(+)

zunehmend

(++)

zu erwartender Sprung in  nächst höhere Belastungsstufe

(-)

abnehmend

(--)

zu erwartender Sprung in nächst niedrigere Belastungsstufe

 

Dauerinfo: Die Angaben in der Prognose-Tabelle können nur Anhaltspunkte für die tatsächliche  Belastung  des einzelnen Pollinotikers sein: tageszeit- und tagesformabhängiger Sensibilisierungsgrad  des Allergikers einerseits sowie  Umfang und Entfernung der nächsten aktiven Pollenquellen andererseits bestimmen zusammen mit dem aktuellen Wetter letztlich die Symptomatik. Dennoch haben der Deutsche Wetterdienst und der bundesweite Polleninformationsdienst (PID) ´Belastungsrisiken´ (schwach, mäßig, stark) festgelegt. Für die frühblühenden Bäume und Sträucher gelten Tagesmittelwerte von mehr als 5-10 Pollen pro Kubikmeter Luft  als  mäßig belastend; bei Werten über 50-100 Pollen  ist eine starke Belastung zu erwarten. Sonderfälle sind die aggressiven Gras- und die noch aggressiveren Beifuß- und Ambrosiapollen: hier beginnt die mäßige Belastung schon bei  6 bzw.5 bzw. 4 Pollen pro Kubikmeter Luft, bei Werten über 30 bzw. 20 bzw. 10 Pollen wird ein hohes Belastungsrisiko angenommen. Diese Grenz- oder Schwellenwerte basieren i.d.R. auf klinischen Daten und stellen für den einzelnen Allergiker im besten Fall eine Orientierung dar: Treten bei ihm z.B. Symptome erst bei Pollengehalten der Luft auf, die als stark belastend eingestuft sind, so kann er sich als unterdurchschnittlich sensiblisiert betrachten.

Historie der Änderungen

Januar 2010:  Ansatz für eine langfristige Pollenflugvorhersage

Eine langfristige  Pollenflugvorhersage ist nur sehr eingeschränkt möglich, da der aktuelle Pollenflug in der Zeit aktiver (d.h. stäubender) Pollenquellen sehr vom Wetter (insbesondere Temperatur und Niederschläge) abhängt, ganz abgesehen vom Problem des Ferntransports von Pollen aus Gegenden, in denen klimatisch bedingt der Pollenflug generell früher einsetzt als am Messort. Es sollen deshalb zumindest mögliche Verläufe im Pollengehalt der Luft dargestellt werden. Dazu werdenm aktuellen Diagramm nach Beginn des aktuellen Pollenflugs alle Jahresgänge aus den Jahren angeboten werden, in denen der Pollenflug zur gleichen Zeit einsetzte.

Ende Juli 09: Diagremme mit absoluten Tagesmittelwerten nun auch für Alternaria, s. 5.Juli 09

5.Juli 09: für die Gräser wurde erstmals zusätzlich eine Kurve erstellt, in der die Werte für 2009 nicht übergreifend gemittelt wurden, sondern direkt als Säulen (Pollen) bzw. Punkte (Temperatur) dargestellt sind. Dies ermöglicht den direkten Vergleich mit persönlichen Aufzeichnungen über die Stärke der Symptomatik an den einzelnen Tagen. Obwohl es sich bei den Pollenwerten um Mittelwerte von maximal 4 benachbarten Messstellen handelt, sollte man nicht vergessen, dass es sich zum einen um Werte handelt, die über 24 Stunden gemittelt sind (also Tagesmittelwerte sind) und zum andern an einzelnen Messpunkten mit all ihren lokalen Besonderheiten erfasst wurden; so grenzt etwa an der Land-Messstelle Ganderkesee an den 3,5 m hohen Messgeräteturm eine 0,5 ha  große Wiese im Westen an, die nur einmal im Jahr - meist im Juli (heuer: 28./29. Juni) - gemäht wird. Das hat bei Winden aus dem westlichen Sektor hohe Werte vor der Mahd zur Folge. Zwar werden diese hohen Werte zum Teil durch die niedrigeren Werte der anderen Messstellen kompensiert; dennoch gilt: die absoluten Werte für den Pollengehalt der Luft müssen vor diesem Hintergrund kritisch betrachtet werden.

Wenn Sie auf das Ausrufezeichen hinter "Hauptsaison" klicken, erscheint das neu eingeführte  Säulendiagramm im pdf-Format, das man zur genaueren Betrachtung vergrößern sollte. Wer mit dem pdf-Format besser klar kommt, möge mich das wissen lassen.

Juni 09: Versuch von Prognose-Kurven in einigen aktuellen Diagrammen: Bei Pollen mit relativ kurzer Flugsaison basieren die Prognose-Kurven auf Jahresgängen, in denen der Pollenflug in etwa zur gleichen Zeit begann wie im laufenden Jahr. Man beachte, dass die Prognosekurve nur das Wetter der nächsten drei Tage berücksichtigt.

Außerdem werden nach und nach für einzelne Pollentypen Flächen-Diagramme mit allen verfügbaren Jahresgängen sowie Säulen-Diagramme mit den entsprechenden Jahressummen veröffentlicht.